Bildung + Lernen gGmbH

 
 

Viele Wege führen in den potenziellen Traumberuf

Kreis Unna / Hamm. Die AWO-Tochter Bildung + Lernen bringt mit ihren Umschulungs-, Aus- und Weiterbildungsangeboten Menschen in Bewegung und in Arbeit. Um das breit gefächerte Angebot der gemeinnützigen Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen, lädt die Einrichtung zu Tagen der offenen Tür ein. Da sie sowohl in der Stadt Hamm als auch im Kreis Unna Standorte unterhält, hatte man sich diesmal für Kamen als Veranstaltungsort entschieden. Als Erfolg verbuchen die Organisatoren die Veranstaltung nicht zuletzt deshalb, weil mit Peter Schröder von der Agentur für Arbeit in Hamm und Jennifer Radau vom Jobcenter Kreis Unna wichtige Kooperationspartner der Einladung gefolgt waren und die Chance zum intensiven wie ungezwungenen Austausch nutzten. Vorgestellt wurden Modelle mit Qualifizierungsmöglichkeiten in den Bereichen Familienpflege, Erziehung, Tageseltern, Betreuungsassistenz und Pflege. Zudem wurden jede Menge Informationen zu Seminaren für Beschäftigte in sozialen Berufen vermittelt. Bei Waffeln und Grillwürstchen bestand die Möglichkeit, mit Teilnehmer*innen von Qualifizierungsmaßnahmen ins Gespräch zu kommen und sich einen ersten Eindruck von Theorie und Praxis zu verschaffen. Wer sich für die Angebote der Bildung+Lernen interessiert, nimmt einfach Kontakt zu Hicham Touibi, Fachbereichsleiter Berufliche Weiterbildung, auf: Er ist erreichbar unter Telefon 0 23 06 / 30 60 80 34 sowie per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

AWO Familienpfleger*innen erhalten ihr wohlverdientes Abschlusszeugnis – sehr gute Jobaussichten – neuer Kurs startet im November

Endlich ist es geschafft! Am 1. Oktober haben die dreizehn Auszubildenden des Fachseminars für Familienpflege die letzten Abschlussprüfungen hinter sich gebracht. Das Ergebnis: Alle haben bestanden!

Begonnen hatte die Ausbildung in dem durch die Bezirksregierung Arnsberg geförderten Fachseminar für Familienpflege am 7. Oktober 2019. Seitdem wurden die Auszubildenden in zwei Ausbildungsjahren in Fächern wie Hauswirtschaft, Pädagogik, Psychologie und Säuglings-, Kinder- und Krankenpflege geschult. Sie haben ihr erlerntes Wissen immer wieder in Praktika angewandt und sich erprobt. In den letzten Wochen hieß es dann Pauken, Schwitzen und Zittern für die anstrengenden schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfungen.

Nun endlich haben die Auszubildenden auf ihrem Weg zum*zur staatlich anerkannten Familienpfleger*in einen Meilenstein erreicht. Die dreizehn Prüflinge sind: Serife Arin-Dincer, Tserenragchaa Baatarjav, Hannah-Joline Bauer, Cennet Bilgam, Marina Bock, Kai Demmich, Darline Kruse, Marita Mahey, Archchigaa Puvanendra, Joanna Raman, Andrè Rogge, Francesca Rudek und Hamide Tasan. Mit dem erfolgreichen Abschluss des theoretischen Teils der Ausbildung sind sie nun zum Anerkennungsjahr zugelassen.

Zur Feier des Tages gratulierten Rainer Goepfert, Geschäftsführer der AWO Ruhr-Lippe-Ems, Thorsten Schmitz, Geschäftsführer der Bildung+Lernen gGmbH sowie Dozent Hans-Jürgen Engelbert den angehenden Familienpfleger*innen.

Jetzt treten die Prüflinge ihr Anerkennungsjahr an, das weiter vom Fachseminar begleitet wird. Danach stehen sie dem Arbeitsmarkt als staatlich anerkannte Familienpfleger*innen zur Verfügung. Und hier sind die Berufsaussichten mehr als gut. Alle Teilnehmenden haben einen Praktikumsplatz bekommen: in ambulanten sozialen Diensten, der Senioren- und Familienbetreuung oder in Wohneinrichtungen für psychisch Erkrankte und Menschen mit Behinderung. Aber auch Förderschulen für Kinder mit Behinderung oder offene Ganztagsschulen stellen ein späteres Arbeitsfeld dar. Die Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig und breitgefächert, wie die Ausbildungsinhalte selbst. Und die Übernahmechancen: hervorragend.

INFO:
Am 2. November startet ein neuer Durchgang im Fachseminar für Familienpflege. Aktuell sind noch Ausbildungsplätze frei. Interessenten können ihre Bewerbungen senden an das Fachseminar für Familienpflege, Kornelia Geisler, Unnaer Str. 29a, 59174 Kamen oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Weitere Infos finden Sie zudem unter:
https://www.bildungundlernen.de/uebersicht-bildung/162-ausbildung/308-fachseminar-fuer-familienpflege

Neue berufliche Perspektiven im sozialen und pädagogischen Bereich

Die Bildung+Lernen gGmbH hat am 4. und 5. September an der Jobmesse Dortmund teilgenommen - hier im Bild: Silke Rönnberg-Grohs (Fachbereichsleitung Berufliche Weiterbildung) und Jan Pütz (Studentischer Mitarbeiter). Das Team stellte vielfältige Maßnahmen und Qualifizierungen aus dem Bereich der Arbeitsmarktdienstleistungen vor, zum Beispiel die Umschulung zum Erzieher/zur Erzieherin, das Sozialcoaching oder die Qualifizierung zur Betreuungskraft (nach § 53 b SGB XI).

Zum Bildung-und-Lernen-Team gehörten daneben Thorsten Schmitz (Geschäftsführung), Lukas Döring (Fachbereichsleitung Arbeitsmarktdienstleistungen für Über-25-Jährige), Gabirele Protze (Inklusionsprojekt NeuEinstellung) und Karin Missun (Koordinatorin Berufliche Weiterbildung). Die Expert*innen beteiligten sich auch am „Bewerbungscheck“: Sie sichteten und überarbeiteten Bewerbungsmappen und gaben Tipps für Bewerbungsgespräche. 

"An beiden Tagen war der Stand gut besucht, das Interesse an Qualifizierungen, Weiterbildungen und Umschulungen im sozialen und pädagogischen Bereich ist groß", berichtet Silke Rönnberg-Grohs. "Wir konnten alle Anfragen beantworten und vielen Menschen eine neue berufliche Perspektive im sozialen oder pädagogischen Bereich aufzeigen", so die Fachbereichsleiterin.

Bergkamen. Das Konzept der „Familienzentren“, die Kita-Kinder und ihre Eltern auf vielfältige Weise mit Angeboten zur Gesundheitsförderung, der Frühförderung und der Bildung in ihrem Alltag unterstützen, ist längst gängige Praxis. Mit dem Familiengrundschulzentrum an der Gerhart-Hauptmann-Grundschule in Bergkamen gibt es ein solches Förderangebot jetzt erstmals im Kreis Unna auch an einer Grundschule.

Seyit Hecker, Schulsozialarbeiter an der Gerhart-Hauptmann-Grundschule und Mitarbeiter der Bildung+Lernen gGmbH, einer Tochtergesellschaft der AWO Ruhr-Lippe-Ems, hat das Konzept des neuen Angebotes entwickelt. „Wir möchten den Familien hier im Sozialraum niedrigschwellige Unterstützungsangebote machen – und das auf ganz kurzem Wege“, erklärte Hecker bei der Vorstellung des Projektes, „Beratungen in Kooperation mit dem Jobcenter gehören da ebenso zu wie individuelle, kleinere Angebote wie beispielsweise ein Kochkurs.“

Viele Kooperationspartner bieten ein breites Unterstützungsangebot

Niedrigschwellige Angebote wie beispielsweise ein Stehcafè morgens vor Schulbeginn bieten Eltern und Lehrern die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Geplante Kooperationen unter anderem mit Sportvereinen, dem Kinder- und Jugendbüro der Stadt Bergkamen und auch den Migrationsdiensten der AWO ermöglichen ein vielfältiges Angebot an weiteren Veranstaltungen und Unterstützungsformaten.

2021 08 23 Eröffnung Familiengrundschulzentrum Bergkamen Klasse

Für Christine Busch, Sozialdezernentin der Stadt Bergkamen, ist die Etablierung des ersten Familiengrundschulzentrums auch eine Fortsetzung dessen, was in diesem Bereich schon an vielen anderen Stellen einzeln geleistet werde. „Der Standort an der Gerhart-Hauptmann-Grundschule ist ein Abbild von Bergkamen, wie es ist und wie es sein möchte: bildungshungrig, bunt und herausfordernd“, so Busch. Das Konzept des Familiengrundschulzentrums verknüpfe das, was am Vormittag im Unterricht der Schule passiere mit dem, was nachmittags in der OGS geschehe: „Hier werden sinnvoll und individuell Angebote aufeinander abgestimmt – und Herr Hecker bildet gewissermaßen das Scharnier.“

Innovativer Charakter ermöglicht Gestaltungsspielraum

Thorsten Schmitz, Geschäftsführer der Bildung+Lernen gGmbH, betonte den Premieren-Charakter, den das Projekt habe: „Der Reiz für uns besteht sicherlich darin, dass es das erste Familiengrundschulzentrum im Kreis Unna ist und wir daher frei von inhaltlichen Vorgaben individuell und schnell beginnen können. Im Bereich der Kindertagesstätten hat sich gezeigt, wie wichtig Familienzentren gerade in diesen Zeiten sind und ich denke, dass sich dies sehr gut auf die Familiengrundschulzentren übertragen lässt.“

Im Rahmen einer Eröffnungswoche stellen Seyit Hecker und seine Kolleg*innen das Projekt Eltern und Kindern vor – und die Kinder dürfen sich direkt miteinbringen: Mit einem kleinen Malwettbewerb sind sie aufgefordert, ihre Schule zu malen und zwar so, wie sie sich ihre Schule wünschen. Ihre Eltern haben die Gelegenheit, beim Stehcafè morgens vor Schulbeginn mit Seyit Hecker und seinen Kooperationspartner ins Gespräch zu bekommen.