Bildung + Lernen gGmbH

 
 

Seit 25 Jahren vereint die Bildung+Lernen gGmbH Angebote im Offenen Ganztag, Beratungsangebote für Migrant*innen und Maßnahmen für Erwerbslose unter einem Dach. Grund genug, der Tochtergesellschaft der AWO UB Ruhr-Lippe-Ems gleich mehrere Geschichten in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift „AWO für alle“ zu widmen: Von Bergbau-Kunst in der OGS über Online-Yoga-Kurse in der Familienbildungsstätte bis zum Titelbild ist die Bildung+Lernen prominent vertreten. Und auch externe Gratulanten kommen zu Wort.

Hier geht’s zur „AWO für alle“ 1/2021 mit dem Schwerpunkt 25 Jahre Bildung+Lernen gGmbH

04.05.21 Kreis Unna. | Sich neu orientieren, weiterbilden und darüber vielleicht ein ganz neues Berufsfeld erschließen: Die Nachfrage nach Weiterbildung ist auch in der Corona-Krise ungebrochen. Doch die Möglichkeiten, sich über Weiterbildungsangebote zu informieren, sind in der Pandemie eingeschränkt: Alle großen Weiterbildungsmessen, die üblicherweise im Frühjahr einen Überblick über Anbieter und Programme geben, fallen in diesem Jahr in Präsenz aus – teilweise schon zum zweiten Mal.

Die Digitale Weiterbildungsmesse Ruhr bietet da die Chance, sich online mit den entsprechenden Fachberater*innen auszutauschen und wertvolle Hinweise zu bekommen. Die Bildung+Lernen gGmbH, eine Tochtergesellschaft der AWO Ruhr-Lippe-Ems, war am 4. Mai bereits zum zweiten Mal dabei. „Wir haben schon innerhalb der ersten Stunde mehrere Kurzberatungen erfolgreich durchgeführt“, sagt Geschäftsführer Thorsten Schmitz, „das zeigt klar, wie groß der Beratungsbedarf und die Nachfrage nach Weiterbildung derzeit ist.“

Expert*innen beantworten viele Fragen

Ob Fragen zur Umschulung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher*in, zu berufsbegleitenden Seminaren für Fach- und Führungskräfte oder zur Qualifizierung zum/zur Betreuungsassistenten*in: Lukas Döring (Fachbereichsleiter Arbeitsmarktdienstleistungen für Über-25-Jährige), Saliha Dreisewerd (Fachbereichsleiterin Sprache und Integration) sowie Silke Rönnberg-Grohs (Fachbereichsleiterin Berufliche Weiterbildung) beantworteten viele Fragen von Teilnehmer*innen der Digitalen Weiterbildungsmesse.

Über einen digitalen Messestand konnten die Weiterbildungsinteressierten per Video Kontakt zu den Expert*innen der Bildung+Lernen aufnehmen; ein parallel dazu geschalteter Chat ermöglichte auch eine schriftliche Kommunikation. „Es ist ein bisschen schade, dass man keinen direkten Kontakt zu den Teilnehmenden hat“, findet Silke Rönneberg-Grohs. Lukas Döring fehlt vor allem der Effekt, der sich an den Messeständen auf einer Weiterbildungsmesse in Präsenz immer wieder einstellt: „Da hören viele mit zu, wenn man mit einem Teilnehmer eine konkrete Maßnahme bespricht, weil es sie möglicherweise auch interessiert. So etwas fällt digital natürlich weg.“

Teilnehmer*innen bekommen passgenaue Angebote

Trotzdem sind sich alle Expert*innen der Bildung+Lernen einig: „Das digitale Angebot ist enorm wichtig. Der Bedarf ist ja da.“ Geschäftsführer Thorsten Schmitz ergänzt: „Für an Bildung interessierte Kunden ist dies derzeit eine effektive Möglichkeit, sich zu informieren.“ Und die Nachfrage nach den vielfältigen Angeboten der Bildung+Lernen war am Dienstag groß: 25 Teilnehmer*innen der Digitalen Weiterbildungsmesse ließen sich von den Fachleuten im Rahmen eines Videochats persönlich beraten. Im Nachgang der Messe erfolgen nun in vielen Fällen noch ausführlichere Beratungen – immer mit dem Ziel, allen Teilnehmer*innen das für ihn oder sie jeweils passende Angebot zur Weiterbildung anzubieten.

Informationen zu allen Weiterbildungsangeboten der Bildung+Lernen finden Interessierte auf der Homepage www.bildungundlernen.de 

Lünen. „Ich kann was! Kinder im Revier“ – ist ein Projekt zur Stärkung des Offenen Ganztags im Ruhrgebiet, das Kindern die aktuelle Bedeutung der Bergbaukultur und deren zeitlose Werte erlebbar machen soll. Das Projekt wird durch die RAG-Stiftung gefördert.

2019 12 04 OGS Elisabethschule RAG 2Dieses Jahr wurde das Projekt in der Offenen Ganztagsschule der Elisabethschule mit rund 80 Grundschulkindern umgesetzt. Die OGS ist in Trägerschaft der AWO Tochtergesellschaft Bildung+Lernen gGmbH. Neben Besuchen von ehemaligen „Grubenhelden“ und Exkursionen im ehemaligen Zechenort Brambauer ging es nach Bergkamen zur kleinen Grubenfahrt und ins Trainingsbergwerk nach Recklinghausen. Mit schmutzigen Gesichtern und leuchtenden Augen kehrten die Kinder wieder in die Schule zurück. Die pädagogischen Fachkräfte waren überrascht wie „wacker“ und mit wieviel Begeisterung die Grundschulkinder bei der Sache waren. Diese Begeisterung wurde in einem „Mut tut gut Training“ aufgegriffen, indem die Werte die unter Tag wichtig waren -Solidarität, Verlässlichkeit und Vertrauen - in die heutige Lebenswelt der Kinder übertragen wurden.

„Glückauf“ hieß es am Barbaratag in der Elisabethschule. Hier wurde der Projektabschluss im Rahmen eines großen Familienfestes gefeiert. Eröffnet wurde das Fest mit dem „Steigerlied“ der Kinder. „Wir blicken auf ein tolles Jahr mit viel Maloche, Dönekes und emotional ergreifenden Momenten mit den Kindern zurück“, so Nadine Stöcklein, pädagogische Leitung des Ganztags. AWO Kreisverbandsvorsitzende Karin Schäfer schilderte in ihrer Begrüßung die eigenen Erfahrungen mit dem Bergbau, ebenso wie der ehemalige Bergmann Peter Thill. Ein besonderer Höhepunkt der Feier war die Präsentation eines Films, der von den Kindern des Ganztags unter der Anleitung von Frau Ruhose, pädagogische Fachkraft produziert wurde.

Am Familienfest konnten anschließend Kinder und Eltern gemeinsam an vielen Mitmachaktionen zum Thema Bergbau auf eine kleine Zeitreise gehen.